Blogbeiträge

Ableitung der Richtigkeit aus der Linearität – Weg 1: Normalisierung

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Im heutigen Blogbeitrag wollen wir uns einem durchaus öfter auftretenden Problem bei Methodenvalidierungen annehmen und an einem praktischen Beispiel aufzeigen, welche Lösungsmöglichkeiten es gibt.

Validiert werden soll eine SE-HPLC Methode, die zur Reinheitsbestimmung eines Arzneimittels eingesetzt werden soll. Es ist bekannt, dass Verunreinigungen (dabei handelt es sich z.B. um Aggregate und / oder Bruchstücke des Produktes) zu einem geringen Prozentsatz auftreten können.

Im Chromatogramm gibt es einen Hauptpeak, der dem intakten Produkt entspricht und ein paar kleinere Nebenpeaks, die den Verunreinigungen entsprechen und als Summe zusammengefasst werden. Betrachten wollen wir jetzt den Validierungsparameter Richtigkeit ("accuracy"). Leider kann man weder die Verunreinigungen separat erhalten und zum Spiken einsetzen, noch steht eine alternative unabhängige Bestimmungsmethode zur Verfügung. In diesem Fall erlaubt die Validierungsrichtlinie ICH Q2(R1) dann eine dritte Möglichkeit zur Bestimmung der Richtigkeit: „Accuracy may be inferred once precision, linearity and specificity have been established“ (4.1.1 c / 4.1.2 c).

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Journal Club: RP-UHPLC-MS versus Peptide-Mapping zur Antikörpercharakterisierung

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Einleitung und Hintergrund

Monoklonale Antikörper (monoclonal antibodies, mABs) sind Immunglobuline, die an das gleiche Epitop binden und eine Vielzahl von Anwendungen in der Medizin und im Gesundheitswesen (u.a. als Arzneimittel) haben. Obwohl therapeutische mABs aufgrund ihrer Spezifität äußerst gefragt sind, sind sie aufgrund ihres Herstellungsprozesses heterogen und stellen damit eine Herausforderung hinsichtlich ihrer Charakterisierung dar. Während der Expression, der Aufreinigung und der späteren Lagerung können enzymatische und chemische Modifikationen wie z.B. Oxidationen oder Glykosylierungen stattfinden. Veränderungen in diesen Modifikationen können die Sicherheit und Wirksamkeit der Antikörper beeinträchtigen. Falls diese Modifikationen als kritische Qualitätsmerkmale (critical quality attributes, CQAs) eingestuft werden, so ist eine vollständige Charakterisierung regulatorisch vorgeschrieben. Zu ihrer Evaluierung können Stress-Studien angewendet werden.

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Stabilitätsanzeigende Methoden und ihre Rolle bei der Qualitätskontrolle von Arzneimitteln

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Über den Tellerrand...

Haben Sie jemals über das Verfallsdatum auf einer Medikamentenverpackung nachgedacht und sich gefragt, wie diese Daten ermittelt werden? Im heutigen Blogartikel werden wir das gleiche Thema aus einer Analytik-Sichtweise diskutieren.

Jedes Arzneimittel hat eine Haltbarkeitsdauer, nach deren Ablauf die Qualität des Medikaments nicht mehr gemäß Spezifikation gewährleistet sein kann, z.B. durch verstärkten Zerfall. Diese Haltbarkeit wird durch Untersuchungen der Lagerbedingungen während der Produktentwicklung bestimmt. Die dabei angewandten Lagerungsbedingungen orientieren sich an den Klimazonen der Länder / Regionen, in denen das Arzneimittel vertrieben werden soll und berücksichtigen Temperatur und Luftfeuchte. Die Durchführung formaler Stabilitätsstudien (einschließlich Langzeitstudien --> 12 Monate und beschleunigter Stabilitätsstudien --> 6 Monate) ist erforderlich, bevor das Arzneimitteldossier den Behörden zur Zulassung vorgelegt wird. Die Dauer dieser Stabilitätsstudien macht eine rechtzeitige Entwicklung stabilitätsanzeigender analytischer Methoden unmöglich. Dies sind Methoden, die für die Quantifizierung der Abnahme des Wirkstoffs (active pharmaceutical ingredient, API) und die Zunahme der entstehenden Zerfallsprodukte eingesetzt werden. Um Zeit zu sparen, ist ein Analyst daher gezwungen, degradierte Proben künstlich zu erzeugen und den Wirkstoff zum Zerfall zu zwingen („forced degradation“). Dafür wird er auf verschiedene Weise gestresst, indem er beispielsweise Säure, Base, Oxidantien, Hitze, Feuchtigkeit und Licht ausgesetzt wird und die dabei entstehenden Abbauprodukte analysiert werden. Es gibt zwei grundlegende Aspekte des Wirkstoffs, die anschließend betrachtet werden:

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Validierung bioanalytischer Methoden

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Im heutigen kleinen Blog-Artikel wollen wir uns mit der Validierung bioanalytischer Methoden und ihren jüngsten Entwicklungen beschäftigen. Bei der Validierung bioanalytischer Methoden geht es um quantitative Bestimmungen des entsprechenden Analyten in biologischen Matrizes (wie Urin, Speichel, Blut etc.). Die Validierung solch quantitativer Bestimmungen des Analyten (das sind z.B. Arzneimittel in der Entwicklung oder deren Stoffwechselprodukte) oder Biomarkern sind entscheidend für die erfolgreiche Durchführung von prä-klinischen und späteren klinischen pharmakologischen Studien. Validierte Methoden liefern wichtige Informationen hinsichtlich der Sicherheit und Wirksamkeit des entsprechenden in der Entwicklung befindlichen Arzneimittels. Die Validierung der Analysemethode liefert uns Ergebnisse, denen wir vertrauen können. Die Validierung bioanalytischer Methoden beantwortet 4 wichtige Fragen:

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Was sind Systemeignungstests analytischer Methoden?

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Im heutigen Blog-Artikel erfahren wir mehr über den Systemeignungstest (System Suitability Test, SST) einer analytischen Methode im pharmazeutischen Umfeld, seine Bedeutung für die Qualitätskontrolle (QC) von Arzneimitteln und wie er sich von Qualifizierung analytischer Geräte (Analytical Instrument Qualification, AIQ) unterscheidet.

Der Systemeignungstest wird verwendet, um zu verifizieren, dass eine analytische Methode für den beabsichtigten Zweck am Tag der Analyse geeignet war. Er ist ein wesentlicher Parameter, um die Qualität der Methode für die korrekte Messung zu bestätigen. Bei jeder Analyse wird ein SST durchgeführt. Jeder SST ist methodenspezifisch und hat vordefinierte Akzeptanzkriterien für bestimmte Parameter, z.B. Extinktionswerte zwischen 0,2 und 1,0 für eine photometrische Methode zur Gehaltsbestimmung oder entsprechende „Auflösungsfaktoren“ bei chromatographischen Methoden.

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Analytische versus bioanalytische Methodenvalidierung

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Prüfmethoden, die in einem pharmazeutischen QC-Labor zur Charakterisierung, Freigabe und Stabilitätsprüfung von Arzneimitteln (Biologicals oder Small Molecules) eingesetzt werden, werden in den offiziellen Richtlinien als analytische Methoden bezeichnet. Analytische Methoden sind nicht gleichbedeutend mit bioanalytischen Methoden. Im heutigen Blog-Artikel erfahren wir mehr über die Unterschiede zwischen den beiden und ihre jeweiligen Validierungsprozeduren. Obwohl es logisch erscheint, den Begriff "bioanalytisch" im Umgang mit biotechnologischen Produkten zu verwenden, ist dies hier nicht angebracht und es muss bei der Verwendung Vorsicht walten gelassen werden, wie wir nachfolgend erläutern.

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Journal Club: Validierung einer Dünnschichtchromatographie-Methode zur Gehaltsbestimmung

Geschrieben von Dr. Janet Thode am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Einleitung und Hintergrund

Dünnschichtchromatographie in Kombination mit Densitometrie wird für die Analyse verschiedenster Substanzen verwendet, jedoch bislang noch nicht für den Arzneimittelwirkstoff Clobetasolpropionat (CP). Weltweit wird CP häufig in Form von Salben, Cremes, Lotionen (als pharmazeutische Formulierung) und Kosmetika eingesetzt. Es ist ein Kortikosteroid der Glukokortikoide und wird aufgrund seiner entzündungshemmenden und immunsuppressiven Wirkung bei der Behandlung vieler Hautkrankheiten angewendet. Zur Behandlung wird es entweder allein oder in Kombination mit anderen äußerlich anzuwendenden Mitteln verwendet. Die Bestimmung von CP erfolgt meistens photometrisch oder mit flüssigkeitschromatographischen Methoden wie der RP-HPLC (reversed phase high performance liquid chromatography) oder mittels Massenspektrometrie kombiniert mit HPLC (MS-HPLC). In diesem Blogartikel werden wir die Validierung einer einfachen, von Dolowy et al. entwickelten Dünnschichtchromatographie-Methode zur Quantifizierung von CP in topischen (Anm. d. Red.: zur äußerlichen Anwendung bestimmten) Lösungen diskutieren, die gemäß den von der ICH definierten Methodenkategorien als Assay eingesetzt werden soll.

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Kalibrierung, Qualifizierung und Validierung im Labor – was ist denn das?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In unserem heutigen Blogartikel wollen wir uns mit der Kalibrierung, der Geräte- und Methodenqualifizierung und der Methodenvalidierung auseinandersetzten und diese Begriffe gegeneinander abgrenzen.

 

Kalibrierung von Geräten

In der pharmazeutischen Industrie werden analytische Instrumente (Laborgeräte) zur spezifischen Analyse von Wirkstoffen (drug substance, DS) und / oder Fertigarzneimitteln (drug product, DP) u.a. im Rahmen der Freigabeanalytik eingesetzt. Die Kalibrierung kann als ein Vorgang erklärt werden, mit dem die korrekte Arbeitsweise und entsprechend die Leistung des Geräts sichergestellt wird. Er sollte nicht mit dem Systemeignungstest (system suitability test, SST) verwechselt werden, der bei jedem Mal angewendet wird, wenn die Methode ausgeführt wird. Die Leistung eines Geräts kann aufgrund vieler Gründe wie Veränderungen in der Umgebung oder Alterung der Komponenten variieren.

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