Blogbeiträge

Was ist die ICH Q2(R1) Richtlinie?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Die Richtlinie mit dem Titel „Validation of Analytical Procedures: Text and Methodology (ICH Q2(R1))“ wurde von der Internationalen Konferenz zur Harmonisierung der technischen Anforderungen für die Registrierung von Humanarzneimitteln (ICH) veröffentlicht. Sie enthält Validierungsparameter für eine Vielzahl analytischer Methoden und wurde zum Zwecke der Harmonisierung (also der Angleichung der Anforderungen) beim Zulassungsverfahren von Arzneimitteln für verschiedene Märkte herausgegeben. Die drei an dieser Harmonisierung beteiligten Parteien sind die USA, die EU und Japan. Es gibt eine ganze Reihe weiterer ICH-Richtlinien, die in 4 Hauptgruppen eingeteilt sind:

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Was ist der Arbeitsbereich einer Methode?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In diesem Artikel werfen wir einen kurzen Blick auf den „Arbeitsbereich“ einer Methode im Kontext der analytischen Methodenvalidierung.

Die für Methodenvalidierungen üblich anzuwendende Richtlinie, die ICH Q2(R1), definiert den Arbeitsbereich als den Bereich zwischen der höchsten und niedrigsten Konzentration des Analyten in der Probe wie beispielsweise Arzneimitteln, für den nachgewiesen wurde, dass die Methode mit einem akzeptablen Grad an Richtigkeit, Präzision und Linearität verlässliche Ergebnisse generiert. Die durchgeführten Experimente zur Linearität der Methode definieren in der Regel den Arbeitsbereich.

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Was ist Linearität?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In diesem Blogartikel möchten wir den Parameter "Linearität", der für analytische Methodenvalidierungen von Relevanz ist, seine Bedeutung und seine Berechnung erläutern.

Mathematisch gesehen ist die Linearität eine Funktion von Werten, die grafisch als Gerade dargestellt werden können. Analog kann gemäß der ICH Q2(R1)-Richtlinie für Methodenvalidierung die Linearität einer analytischen Methode als ihre Fähigkeit erklärt werden, "Ergebnisse zu erzielen, die direkt proportional zur Konzentration des Analyten in der Probe sind". Die Linearität wird oft innerhalb eines vorgegebenen Bereichs gemessen. Betrachten wir zum Beispiel eine Pflanze, die alle 6 Monate über einen Zeitraum von 3 Jahren um exakt 10 cm wächst, so dass ein „lineares Wachstum“ über diese 3 Jahre beobachtet werden kann.

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Journal Club: Validierung einer cIEF zur Identifikation monoklonaler Antikörper

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Einführung und Hintergrund

Monoklonale Antikörper (monoclonal antibodies, mABs) sind monovalente Immunglobulin-Moleküle, die nur an ein spezifisches Epitop binden. Diese Antikörper finden eine breite Anwendung in der Diagnostik, Analytik und als Arzneimittel bei der Behandlung von Krebs und Autoimmunerkrankungen. Der aufstrebende Markt von mAB-Biosimilars erfordert eine korrekte Charakterisierung nach vorheriger Isolierung dieser Moleküle. Die Isolierung dieser Antikörper ist jedoch eine große Herausforderung und wurde erstmals von Georges Köhler und César Milstein durchgeführt, für die sie 1984 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielten.

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Was ist der Unterschied zwischen Spezifität und Selektivität?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In diesem kleinen Blogartikel möchten wir zwei Begriffe erläutern, die im Rahmen analytischer Methodenvalidierungen verwechselt werden können. Es geht um Spezifität und Selektivität.

 

Spezifität

Gemäß der offiziellen Richtlinie ICH Q2(R1), die für Methodenvalidierungen anzuwenden ist, ist Spezifität definiert als:

"Spezifität ist die Fähigkeit, den Analyten in Gegenwart von anderen Komponenten, die erwartungsgemäß ebenfalls vorhanden sein können, eindeutig zu bestimmen."

Aber was heißt das nun konkret? In anderen Worten kann man sagen, dass uns Spezifität etwas über den Grad an Interferenz durch andere ebenfalls in der Probe vorhandene Substanzen (wie z.B. Hilfsstoffe, Zersetzungsprodukte, Verunreinigungen allgemein) aussagt. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass Sie einen Schlüsselbund tragen und nur ein Schlüssel daraus das Schloss Ihrer Haustür öffnen kann. Eine Methode, die den richtigen Schlüssel für das Haustürschloss identifizieren kann, kann als "spezifisch" bezeichnet werden. Anders gesagt, die Methode ist spezifisch für diesen einen Schlüssel unter allen anderen Schlüsseln Ihres Schlüsselbundes.

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Ein Tag auf der Analytica

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Über den Tellerrand...

Ich hatte letzte Woche die Gelegenheit, die Analytica 2018, die wohl größte internationale Fachmesse für innovative Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, in München zu besuchen. Als Neuling auf diesem Gebiet, war ich dabei, das Beste zu erleben und meine Neugierde und Begeisterung war schwer in Worte zu fassen.

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Journal Club: Validierung eines Clot Lyse Assays als Wirksamkeitstest

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Einführung und Hintergrund

Rekombinanter menschlicher Gewebeplasminogenaktivator (rtPA), die biotechnologisch hergestellte Version des Gewebeplasminogenaktivators (tPA), ist eine Serinprotease, die am Abbau von Blutgerinnseln beteiligt ist und als Arzneimittel zur Behandlung von Schlaganfällen verwendet wird. Als Enzym wandelt sie Plasminogen zu Plasmin um, welches wiederum unlösliches Fibrin zu löslichen Nebenprodukten abbaut. Dieser Prozess der Spaltung von Fibrin in lösliche Nebenprodukte wird als Fibrinolyse bezeichnet. Die Aktivität von rtPA wird üblicherweise durch Berechnen der Lyserate eines künstlich hergestellten Fibringerinnsels bestimmt. Eine Vielzahl kinetischer Wirksamkeitstests (potency assays) in Form halbautomatischer Lösungen oder auf Plattenbasis wurden bereits entwickelt. Im Falle eines Wirksamkeitstests für ein pharmazeutisches Produkt, das vom Qualitätskontrolllabor (QC) zur Freigabe für den Markt untersucht werden soll, muss die Methodik zuvor unter Einhaltung der ICH-Richtlinie Q2(R1) validiert worden sein.

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Journal Club: Validierung von LSV und RP-HPLC zur Gehalts- und Reinheitsbestimmung

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Einführung und Hintergrund

Fulvestrant oder Faslodex ist ein Medikament zur Heilung von Hormon-Rezeptor-positiven (HR+) metastasiertem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen mit Krankheitsprogression. Es gehört zur Gruppe der selektiven Östrogenrezeptor-Downregulatoren (Selective Estrogen Receptor Downregulators, SERD) und wird oft als geeigneter Ersatz für Tamoxifen angesehen. Es funktioniert, indem es an den Östrogenrezeptor bindet und ihn destabilisiert, was den Abbau durch den normalen Proteinabbaumechanismus der Zelle fördert. Für die Gehalts- und Reinheitsbestimmung von Fulvestrant in reiner und pharmazeutischer Dosierungsform gab es bisher keine HPLC (High Performance Liquid Chromatography)- oder LSV (Linear Sweep Voltammetry)-Methoden. In diesem Beitrag möchten wir auf solche Methoden hinweisen, die von Atila et al. entwickelt wurden, mit Fokus auf ihre Vorteile und die angewandte Methodenvalidierung.

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