Methodenvalidierung

Was versteht man unter der Nachweis- und Bestimmungsgrenze?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In unserem Blog möchten wir heute zwischen den Begriffen Nachweisgrenze (limit of detection, LOD) und Bestimmungsgrenze (limit of quantification, LOQ) unterscheiden. Beides sind Begriffe, die für die analytische Methodenvalidierung relevant sind.

 

Nachweisgrenze (LOD)

LOD ist die niedrigstmögliche Konzentration, bei der die Methode den Analyten innerhalb der Matrix mit einem gewissen Vertrauensgrad nachweisen (aber nicht mehr quantifizieren) kann. Sie ist auch definiert als die niedrigste Konzentration, die sich mit gewisser Zuverlässigkeit vom Hintergrundrauschen abhebt. Abhängig davon, ob die Methode instrumenteller oder nicht-instrumenteller Art ist, werden unterschiedliche Empfehlungen von ICH Q2(R1) Methodenvalidierungsrichtlinie gegeben. Die Evaluierung der LOD kann auf 3 verschiedene Arten erfolgen:

Methodentransfer, Methodenverifizierung und Methodenvalidierung

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Obwohl eigentlich ganz einfach, kommt es oft zu einer Verwechslung der Begriffe Methodenverifizierung, Methodenvalidierung und Methodentransfer. Diese Begriffe stehen in enger Beziehung zueinander, sind jedoch nicht identisch. In diesem Blogbeitrag werden wir versuchen, alle Unklarheiten durch geeignete Erklärungen und Beispiele zu beseitigen. Doch Schritt für Schritt:

Die Methodenkategorien der ICH Q2(R1)

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Die ICH Q2(R1) Richtlinie "Validierung analytischer Verfahren: Text und Methodik" ist die wichtigste Leitlinie für die analytische Methodenvalidierung. Jede Methode, die für die Freigabe- oder Stabilitätsprüfung von Arzneimitteln in einem Qualitätskontrolllabor eines pharmazeutischen Unternehmens verwendet wird, muss validiert oder im Falle von Arzneibuchmethoden verifiziert werden, bevor sie für die Routineanalyse verwendet werden darf. Validierung und Verifizierung sind der Nachweis dafür, dass die Methode für den vorgesehenen Einsatzzweck geeignet ist. Für die Methoden, die in keiner Pharmakopöe erwähnt sind, gibt die ICH-Richtlinie Auskunft über die für die Validierung anzuwendenden Parameter, die sich je nach Typ der Methode unterscheiden können. Daher werden die analytischen Methoden in 3 Haupttypen eingeteilt:

Was ist die ICH Q2(R1) Richtlinie?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Die Richtlinie mit dem Titel „Validation of Analytical Procedures: Text and Methodology (ICH Q2(R1))“ wurde von der Internationalen Konferenz zur Harmonisierung der technischen Anforderungen für die Registrierung von Humanarzneimitteln (ICH) veröffentlicht. Sie enthält Validierungsparameter für eine Vielzahl analytischer Methoden und wurde zum Zwecke der Harmonisierung (also der Angleichung der Anforderungen) beim Zulassungsverfahren von Arzneimitteln für verschiedene Märkte herausgegeben. Die drei an dieser Harmonisierung beteiligten Parteien sind die USA, die EU und Japan. Es gibt eine ganze Reihe weiterer ICH-Richtlinien, die in 4 Hauptgruppen eingeteilt sind:

Was ist der Arbeitsbereich einer Methode?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In diesem Artikel werfen wir einen kurzen Blick auf den „Arbeitsbereich“ einer Methode im Kontext der analytischen Methodenvalidierung.

Die für Methodenvalidierungen üblich anzuwendende Richtlinie, die ICH Q2(R1), definiert den Arbeitsbereich als den Bereich zwischen der höchsten und niedrigsten Konzentration des Analyten in der Probe, für den nachgewiesen wurde, dass die Methode mit einem akzeptablen Grad an Genauigkeit, Präzision und Linearität verlässliche Ergebnisse generiert. Die durchgeführten Experimente zur Linearität der Methode definieren in der Regel den Arbeitsbereich.

Was ist Linearität?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In diesem Blogartikel möchten wir den Parameter "Linearität", der für analytische Methodenvalidierungen von Relevanz ist, seine Bedeutung und seine Berechnung erläutern.

Mathematisch gesehen ist die Linearität eine Funktion von Werten, die grafisch als Gerade dargestellt werden können. Analog kann gemäß der ICH Q2(R1)-Richtlinie die Linearität einer analytischen Methode als ihre Fähigkeit erklärt werden, "Ergebnisse zu erzielen, die direkt proportional zur Konzentration des Analyten in der Probe sind". Die Linearität wird oft innerhalb eines vorgegebenen Bereichs gemessen. Betrachten wir zum Beispiel eine Pflanze, die alle 6 Monate für 3 Jahre um exakt 10 cm wächst, so dass ein „lineares Wachstum“ über diese 3 Jahre beobachtet werden kann.

Journal Club: Validierung einer cIEF zur Identifikation monoklonaler Antikoerper

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

Einführung und Hintergrund

Monoklonale Antikörper (monoclonal antibodies, MABs) sind monovalente Immunglobulin-Moleküle, die nur an ein spezifisches Epitop binden. Diese Antikörper finden eine breite Anwendung in der Diagnostik, Analytik und bei der Behandlung von Krebs und anderen Autoimmunerkrankungen. Der aufstrebende Markt von MAB Biosimilars erfordert eine korrekte Charakterisierung nach vorheriger Isolierung dieser Moleküle. Die Isolierung dieser Antikörper ist jedoch eine große Herausforderung und wurde erstmals von Georges Köhler und César Milstein durchgeführt, für die sie 1984 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie erhielten.

Was ist der Unterschied zwischen Spezifität und Selektivität?

Geschrieben von Anindya Ghosh Roy am . Veröffentlicht in Methodenvalidierung

In diesem kleinen Blogartikel möchten wir zwei Begriffe erläutern, die im Rahmen analytischer Methodenvalidierungen verwechselt werden. Es geht um Spezifität und Selektivität.

 

Spezifität

Gemäß der offiziellen Richtlinie ICH Q2(R1), die für Methodenvalidierungen anzuwenden ist, ist Spezifität definiert als:

"Spezifität ist die Fähigkeit, den Analyten in Gegenwart von anderen Komponenten, die erwartungsgemäß ebenfalls vorhanden sein können, eindeutig zu bestimmen."

Aber was heißt das nun konkret? In anderen Worten kann man sagen, dass uns Spezifität etwas über den Grad an Interferenz durch andere ebenfalls in der Probe vorhandene Substanzen aussagt. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass Sie einen Schlüsselbund tragen und nur ein Schlüssel daraus das Schloss Ihrer Haustür öffnen kann. Eine Methode, die den richtigen Schlüssel für das Haustürschloss identifizieren kann, kann als "spezifisch" bezeichnet werden. Anders gesagt, die Methode ist spezifisch für diesen einen Schlüssel unter allen anderen Schlüsseln Ihres Schlüsselbundes.

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